Bewertung: 




Die erste CD von Dream Theater nach der Trennung vom langjährigen Bandmitglied Mike Portnoy ist von zahlreichen Menschen herbeigesehnt und zugleich gefürchtet worden. Ist der neue hinter der Hauburg eine Niete? Wie wird sich die Band präsentieren? Ist die Prog-Metal-Kombo gar an der Trennung zerbrochen?
Album-Titel und Cover-Artwork deuten darauf hin, dass die Band mit dem Album den harten Schnitt mit Mike Portnoy verarbeiten will, dies trifft jedoch nicht zu. Musik und Texte erzeugen ein äußerst stimmiges Gesamtbild:
Es gibt erheblich weniger progressives Gedudel und die Texte handeln nicht mehr von einer äußerst unentspannten Autofahrt oder einem volltrunkenen Grafen
. Positiv auffallend ist die härte die in allen Songs an der richtigen Stelle zu Tage kommt, wenn mir dabei auch das Schlagzeug (sehr genial Mr.Mangini!!) ein ums andere mal zu leise eingestellt ist. Ebenso störend empfinde ich die ziemlich langen Outros (z.B.: Build me up, brake me down) und Intros (z.B.: Lost not forgotten) die im ungünstigen Fall auch noch direkt hintereinander liegen… .
Nachdem ich die CD sehr oft gehört habe (und festgestellt habe, dass sie sich besonders gut als Laufbegleitung eignet) kann ich sagen, dass über 70 Minuten “A dramatic Turn of events” mich als Hardcore-Dream-Theater-Fan voll und ganz überzeugen! Im großen und ganzen präsentiert sich die Band mit ihrem neuestem Werk frischer und melodiöser als auf den letzten drei Scheiben. Die Frischzellenkur scheint mir gelungen.